Aktuelles


Lesen Sie über die aktuellsten Themen in der Energiewirtschaft und bleiben Sie auf dem neusten Stand mit Hilfe unserer Experten.

Aktuelle themen


FSE Portfolio Management auf neue RSASSA-PSS signierte Zertifikate vollumfänglich eingestellt


Dezember 2018
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Ab dem 1. Januar 2019 müssen neu ausgestellte Zertifikate zur Verschlüsselung in der Marktkommunikation nach den Anforderungen der Bundesnetzagentur mit dem neuen Verfahren RSASSA-PSS signiert werden. Die bisherigen Verfahren sha56-RSA und sha512-RSA werden dann nicht mehr für den Einsatz in der elektronischen Marktkommunikation ausgestellt. Aktuell gültige und verwendete Zertifikate können jedoch auch weiterhin verwendet werden, wenn sie die Anforderungen der EDI@Energy „Regelungen zum Übertragungsweg“ einhalten. Darüber hinaus können neue Zertifikate, die bis zum 31.12.2018 ausgestellt werden, wahlweise mit den bisherigen Zertifikaten oder dem neueren Verfahren RSASSA-PSS signiert werden. Das Verschlüsselungssystem von FSE Portfolio Management ist für seine Kunden vollumfänglich auf den neuen Standard eingestellt, bestehende Zertifikate nach den bisherigen Standards sha56-RSA und sha512-RSA müssen jedoch nicht ausgetauscht werden. Verschlüsslungszertifikate für die Marktkommunikation haben grundsätzlich eine maximale Gültigkeit von drei Jahren, und es besteht ein Bestandsschutz für die bisher verwendeten Standards im Rahmen ihrer Gültigkeit. Für detaillierte Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter unserer Tochtergesellschaft FSE Portfolio Management gern jederzeit zur Verfügung. Nehmen Sie bitte einfach Kontakt auf.

Achterbahnfahrt der Preise im September im Energiemarkt


November 2018
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Mitte September dieses Jahres gingen die Preise vor allem für Strom aber auch für Erdgas auf Achterbahnfahrt. Auslöser dafür war der Handel mit CO2-Zertifikaten. Der Preis für CO2-Zertifikate war zuletzt rasant gestiegen. Lag der Preis für eine Tonne CO2 im Januar 2018 noch bei knapp 8 Euro, konnte der EUA-Dec-2018 am Montag, den 10.09.2018 ein Siebenjahreshochs bei 25,79 €/t markieren. Am Ende der gleichen Woche, am Freitag, den 14.09.2018, stürzte er jedoch zwischenzeitlich um über 30% auf 17,90 €/t ab. Grund dafür waren vor allem Spekulanten, die verstärkt in CO2-Zertifikate investierten und dann offenbar wieder ausstiegen.

Preisentwicklung CO2, Strom und Erdgas
Der starke Preisrückgang für die CO2-Zertifikate hatte auch erhebliche Folgen für den Handel mit Strom und Erdgas. Die Strom- und Erdgaspreise vollzogen die Preisbewegungen der Woche in abgeschwächter Form nach. So verlor das Cal-19-Base im gleichen Zeitraum 17% (von 57,55 €/MWh am Montag auf 47,60 €/MWh am Freitag). Die Kurse der Commodities konnten sich zwar im Laufe des „schwarzen Freitags“ wieder erholen, aber es kam in dieser Zeit zu massiven Liquiditätsproblemen, da sich die Preise im Sekundentakt stark änderten. Bei Anfragen musste man Preisaufschläge von bis zu 1% auf den aktuellen OTC-Markt in Kauf nehmen. Da der Rat der EU-Mitgliedstaaten und das EU-Parlament 2017 beschlossen hat, dass ab 2019 jedes Jahr 24 Prozent des Überschusses an CO2-Zertifikaten aus dem Markt genommen werden sollen, empfiehlt es sich, die Preisentwicklung der CO2-Zertifikate weiterhin näher im Blick zu haben. Ziel dieser Reform ist es, dass der Emissionshandel ab 2020 zu einem wirksamen Instrument für den Klimaschutz wird. Viele Marktteilnehmer sind daher darauf bedacht, sich vorher noch günstig mit CO2-Zertifikaten abzusichern. Experten sehen eine Preisentwicklung ab 2023 bei durchschnittlich 35,00 bis 40,00 Euro pro Tonne. Gern unterstützen wir Sie mit unserer Tochtergesellschaft FSE Portfolio Management vor diesem Hintergrund bei der Steuerung Ihrer Strom- und Erdgasportfolien, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Fit für den aktiven Vertrieb? Machen Sie den ersten Schritt.


Oktober 2018
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Viele, vor allem auch kleinere Energieversorger bekommen mehr und mehr den zunehmenden Wettbewerbsdruck am Markt zu spüren. Deshalb wollen sich viele Stadtwerke vertrieblich (weiter)entwickeln: zum Beispiel durch eine sinnvolle, interne Neuausrichtung der Vertriebsorganisation und -prozesse. Und durch gezielte Vertriebsmaßnahmen, die die Kundenbindung stärken sowie Neukunden im Strom- und Gasvertrieb außerhalb des eigenen Netzes ansprechen. Dazu ist vorab eine Analyse der IST-Rahmenbedingungen und der Ausgangssituation notwendig, um individuelle Lösungsansätze für den betreffenden Versorger zu entwickeln. Als erster Schritt dient ein gut vorbereiteter Workshop zur Vertriebsanalyse und der anschließenden Ableitung von konkreten Maßnahmen. Die Unternehmensberatung SE Scherbeck Energy achtet hierbei besonders auf eine effektive und gleichzeitig zeitsparende Durchführung mit ihren Kunden. Von den Erfahrungen von SE Scherbeck Energy im Vertrieb profitieren Basierend auf Vorabinformationen des Vertriebs, bereitet SE Scherbeck Energy den Workshop vor und stimmt diesen inhaltlich mit dem Stadtwerk ab. Im Rahmen des Workshops werden folgende Themenfelder mit dem Vertrieb bearbeitet:
  • Definition von neuen Vertriebszielen
  • Beurteilung von bestehenden Marktgebieten
  • Erarbeitung von anzupassenden oder neuen Formen der Marktbearbeitung
  • Vertriebskanäle
  • Unterstützendes Marketing
  • Festlegung von wertorientierten Kundensegmenten als Zielkundensegmente für die Neugewinnung
  • Möglichkeiten neuer oder angepasster Formen der Kundenkommunikation und des Kundenzugangs
  • Optimierte Nutzung von Kundeninformationen
  • Diskussion neuer Produktideen (z. B. PV und Batteriespeicher zur Miete, Smart Home, Contractingmodelle) und Beurteilung des bestehenden Produktportfolios
  • Darstellung möglicher interner organisatorischer Auswirkungen durch die Schaffung eines markt- und wettbewerbsorientierten Vertriebs
  • Notwendigkeit zur Anpassung der Prozesse, der IT und der Schulung von Mitarbeiter zur Erreichung der geplanten Ziele
Der Workshop wird vor Ort mit SE Scherbeck Energy und ausgewählten Vertretern des Vertriebs durchgeführt. Der Zweck ist, die genannten beispielhaften Themenfelder zu diskutieren und daraus konkrete Ziele und Maßnahmen abzuleiten. Dabei bringt SE Scherbeck Energy umfangreiche Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten mit ein. Sind Sie bereit für den ersten Schritt? Dann nehmen Sie am besten noch heute unverbindlich Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie.

NCG und Gaspool veröffentlichen Entgelte und Umlagen gültig ab Oktober 2018


September 2018
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NetConnet Germany (NCG) und Gaspool haben Mitte August die neuen Entgelte und Umlagen für ihre jeweiligen Marktgebiete veröffentlicht, die ab dem neuen Gaswirtschaftsjahr beginnend ab 1. Oktober 2018 für zwölf Monate gelten. Demnach werden bei NCG die RLM- und SPL-Bilanzierungsumlagen, die im noch laufenden Gaswirtschaftsjahr kostenfrei waren, mit 0,60 € / MWh bzw. 1,20 € / MWh abgerechnet. Hintergrund ist laut NCG unter anderem die prognostizierte Entwicklung der Regelenergieverursachung und der daraus resultierende prognostizierte Regelenergiebedarf sowie die Risikoeinschätzung der zu erwartenden Reduzierung der Erdgasförderung im Feld Groningen. Gaspool erhebt für die RLM-Entnahmestellen eine Umlage von künftig 0,73 € / MWh, für die SPL-Entnahmestellen 0,26 € / MWh.
Das Konvertierungsentgelt für H- auf L-Gas belassen Gaspool und NCG unverändert bei 0,45 € / MWh. Für L- auf H-Gas ist die Konvertierung bei Gaspool weiterhin kostenfrei. Die Konvertierungsumlage wird hingegen bei Gaspool von 0,017 € / MWh auf 0,075 € / MWh angehoben, NCG wird dafür ab 1.Oktober 2018 0,15 € / MWh in Rechnung stellen. Das VHP Entgelt steigt bei NCG von 0,0012 € / MWh auf 0,0015 € / MWh, während es von Gaspool um 0,0002 € / MWh auf 0,0013 € / MWh gesenkt wird. Gern beraten wir Sie rund um die wirtschaftliche Erdgasbeschaffung und den optimierten Erdgasvertrieb. Nehmen Sie einfach Kontakt
mit uns auf.

Leistung hinter dem Zähler


August 2018
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Auf dem Weg vom Versorger zum Umsorger, müssen Stadtwerke ihre Stärken und Kompetenzen auf Dienstleistungen innerhalb des Kundenhaushalts ausweiten. Aus diesem Grund werden Leistungsangebote, die sich auch hinter dem Energieverbrauchszähler orientieren, eine immer größere Rolle für Energieversorger einnehmen. Der Vorteil: Bestehende Kontakte zum Kunden und die Reputation des örtlichen Stadtwerks können genutzt werden, Dienstleistungspakete zu schnüren, die auf technische, sicherheitsorientierte oder betriebsrelevante Bedürfnisse der Haushalte abzielen. Dazu können bereits vorhandene technische Ressourcen des Stadtwerks oder bestehende Geschäftsbeziehungen zu Dienstleistern aus der Umgebung herangezogen werden. Dadurch entwickelt sich das Stadtwerk zu einem Full-Service-Anbieter für den Kunden, das neben dem Commodity-Vertrieb auch als ein zuverlässiger Partner für haushaltsnahe Dienstleistungen für den Kunden auftritt. Standardisierte Hausservicepakete – vom Freemium bis All Inclusive
Verschieden gelagerte, haushaltsnahe Dienstleistungen lassen sich zu Paketen schnüren und entweder über einen Aufschlag auf den Grundpreis oder eine eigene Gebühr angeboten werden. Zu diesen Dienstleistungen zählen beispielsweise   -   Vermittlung von regionalen Handwerkern
  -   Energieberatung
  -   Haussicherheitsberatung
  -   Beleuchtungsberatung
  -   Installationsarbeiten bei Kunden
  -   Heizungswartung
  -   Betriebskostenabrechnung für Vermieter
  -   Räum- und Reinigungsdienste
  -   Schlüsseldienst usw.
Diese Leistungen können vom Energieversorger selbst oder über eigene Dienstleister erbracht werden. Der Versorger ist jedoch einziger Ansprechpartner für den Kunden. Der Energieversorger profitiert durch die Erweiterung seiner Wertschöpfung hinter dem Kundenzähler, der Kunde erhält verlässliche Leistungen zu fairen Konditionen und guten Qualitäten. Gern beraten wir Sie bei der Ideenfindung bis hin zur Umsetzung von erweiterten Dienstleistungen, nehmen Sie dazu einfach Kontakt
mit uns auf.

Untersuchung mehrerer Kernkraftwerke in Frankreich nach Affäre um Creusot-Schmiede ein halbes Jahr früher abgeschlossen


Juli 2018
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Die Affäre um die mangelhafte Herstellung verschiedener Komponenten in mehreren Atomkraftwerken in Frankreich durch die ehemalige Schmiede Creusot scheint überstanden zu sein. Der französische Stromkonzern EDF hat inzwischen 97% der Herstellungsnachweise der Schmiede untersucht und keine Unregelmäßigkeiten gefunden. Damit sind Befürchtungen, dass möglicherweise einige AKWs in Frankreich für längere Zeit ausfallen und die Strompreise dadurch bedingt ansteigen könnten, vom Tisch. Begonnen hatte die Affäre, als die französische Atomaufsichtsbehörde ASN 2015 die Qualität der Produkte der ehemaligen Areva-Schmiede Creusot beanstandete. Sie veröffentlichte eine Liste von Mängeln in der Stahlzusammensetzung einiger Bauteile des sicherheitsrelevanten Druckwasserreaktors des im Bau befindlichen EPR-Kernkraftwerks Flamanville. Im Sommer 2017 wurde EDF daraufhin von der Atomaufsichtsbehörde beauftragt, die Dokumente aller in Le Creusot hergestellten und verbauten Reaktorteile bis Ende 2018 zu prüfen. Dadurch verlängerten sich an mehreren französischen Kernkraftwerken die Wartungen beziehungsweise wurden aufgenommen. In Folge dessen zogen die Strompreise in Frankreich ab Sommer 2017 deutlich an. Die sehr hohen Spotpreise aus Januar 2017 wurden jedoch nicht erreicht, da die Temperaturen im Winter 2017/2018 deutlich über dem langfristigen Durchschnitt lagen. Laut dem Leiter des Kernkraft-Segments vom Stromkonzern EDF, Dominique Miniere, würden Ende Juni 2018 50% der Reaktoren, deren Wartung sich durch die zusätzliche Überprüfung verlängert hatte, mit Autorisierung der Atomaufsichtsbehörde wieder ans Netz zurückkehren und 100% der Dokumente geprüft sein. Damit wäre die Untersuchung ein halbes Jahr früher abgeschlossen worden als ursprünglich geplant.

Aktives Vertriebsmanagementsystem für Stadtwerke


Juni 2018
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Aufgrund zunehmender Kundenverluste durch offensive Wettbewerber gilt für Stadtwerke mehr den je: Vertrieb, Vertrieb und nochmals Vertrieb! Denn permanente Kundenverluste können nur durch Kundenrückgewinnung im eigenen Gebiet sowie durch die Erschließung und Bearbeitung neuer Vertriebsgebiete ausgeglichen werden.

Gestalten statt verwalten
Nach der Liberalisierung wurde in vielen Stadtwerken der Paradigmenwechsel „vom Verwalten zum Gestalten“ oft noch nicht vollzogen. Es besteht nicht nur eine starke Ausprägung des ehemaligen „Verwaltungsgedankens“, sondern auch das fehlende Verständnis eines aktiven Kundenvertriebs. Die unterschiedlichen Auffassungen über das Verständnis eines aktiven Vertriebs führen in vielen Fällen zu einer Zweiteilung des Teams: in vertriebsaffine und rein reaktive Kundenbetreuer. SE Scherbeck Energy GmbH hat deshalb ein „aktives Vertriebsmanagementsystem“ entwickelt, um den Vertrieb in Stadtwerken fit für die Zukunft zu machen. Es besteht aus vier Entwicklungsbausteinen:

Fokussierung auf die wichtigsten Ziele
Aufbau einer neuen, ergebnisorientierten Ausrichtung des gesamten Vertriebs auf die wichtigsten und zugleich messbaren Vertriebsziele inklusive fortwährender kritischer Evaluation.

Alle ziehen an einem Strang
Konstruktives offenes Miteinander, teaminterne Unterstützung und klare Kommunikation dienen der Förderung des Teamgeistes sowie eines ergebnisbezogenen Erfahrungsaustauschs.

Motivation durch gemeinsame Vertriebserfolge
Positive Vertriebsergebnisse spornen die Mitarbeiter zur mehr Eigeninitiative an, steigern die intrinsische (innere) Motivation sowie das Selbstvertrauen und fördern indirekt die persönliche Mitarbeiterweiterentwicklung.

Jeder leistet seinen Vertriebsbeitrag
Förderung der teaminternen Wertschätzung durch aktive Kommunikation positiver Vertriebsergebnisse. Nur ein gemeinsames Miteinander ermöglicht die Erfüllung der übergeordneten Ziele.

Steigerung der Kundengewinne
Seit der Einführung des „aktiven Vertriebsmanagementsystems“ von SE Scherbeck Energy bei einem Stadtwerk konnten bereits im ersten Quartal die Kundengewinne im SLP- und RLM- Bereich signifikant gesteigert werden. Zusätzlich zu den absoluten Zahlen sind deutliche qualitative Verbesserungen innerhalb des Vertriebs erkennbar: Durch wöchentliche, von SE Scherbeck Energy moderierte Teamsitzungen inklusive persönlichem Erfahrungsaustausch und Kommunikation der Vertriebserfolge wurde die Motivation der einzelnen Mitarbeiter in der aktiven Vertriebsarbeit deutlich gesteigert. Aus Einzelkämpfern bildete sich immer mehr ein ergebnisorientiertes Vertriebsteam heraus. Ehemalige reaktive Kundenbetreuer haben auf Basis ihrer ersten positiven Vertriebsergebnisse altbewährte Komfortzonen verlassen und realisieren: Jeder Kundenkontakt ermöglicht einen Beitrag zum Vertriebserfolg. Gern beraten wir Sie näher zu den Vorteilen und der Umsetzung des „aktiven Vertriebsmanagementsystems“. Sprechen Sie uns einfach an.

CO2-Preis seit Anfang des Jahres auf dem Vormarsch


Mai 2018
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Der Preis für die EU-Emissionsberechtigungen (EUA) ist seit Beginn des Jahres deutlich angestiegen. Wurde der Dezember 2018 Benchmark-Kontrakt (EUA-Dec 2018) am ersten Handelstag im Januar 2018 noch mit 7,81 €/t abgerechnet, so konnte er am 16.04.2018 sein vorläufiges Hoch von 14,22 €/MWh erreichen und damit einen Zugewinn von mehr als 80 % erzielen.

Die Gründe
Die Gründe für diesen rasanten Anstieg sind dabei vielschichtig. Zum einen wurden am 03. April 2018 die verifizierten Emissionsdaten für das Jahr 2017 veröffentlicht. Demnach hat der CO2-Ausstoß aller Anlagen, die im Jahr 2017 am Europäischen Emissionshandel teilgenommen haben, um 0,3 % zugenommen. Damit sind die EU-weiten Emissionen erstmals seit Jahren wieder angestiegen, wodurch sich die Nachfrage nach den Zertifikaten, die bis zum 30. April eingereicht werden müssen, erhöht hat. Zudem sind die EU-Gremien daran interessiert, die hohen Überschüsse an Zertifikaten (etwa zwei Milliarden), die aus vorherigen Handelsperioden angesammelt wurden, zunehmend aus dem Markt zu nehmen, um den Zertifikatspreis zu stärken. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, dass die Gesamtmenge der im Jahr verfügbaren Emissionsberechtigungen ab dem Jahr 2021 um einen linearen Faktor von 2,2 Prozentpunkten gesenkt wird statt der bisherigen 1,74 Prozentpunkte.

Langfristige Stützung der CO2-Preise
Zusätzlich greift ab dem Jahr 2019 die sogenannte Marktstabilitätsreserve (MSR). In dieser ist vorgesehen, dass das Angebot von Zertifikaten jährlich an die Überschusssituation im Emissionshandelsmarkt angepasst wird. Übersteigt die Überschussmenge 833 Millionen Zertifikate, wird die Versteigerungsmenge des jeweiligen Jahres um 24 Prozent des Überschusses verringert. Dagegen wird die Versteigerungsmenge um 100 Millionen Zertifikate erhöht, wenn der rechnerische Überschuss 400 Millionen Zertifikate unterschreitet oder es zu starken Preissprüngen kommt. Die MSR beinhaltet bereits ca. 900 Millionen Zertifikate, die im Zeitraum von 2014 bis 2016 zurückgehalten wurden (sogenanntes Backloading) und ursprünglich in den Jahren 2019 und 2020 zurückgeführt werden sollten. Ab dem Jahr 2023 werden dann nicht genutzte Zertifikate aus der MSR endgültig gelöscht. Diese Mechanismen sollen den CO2-Preis langfristig stützen und Anreize schaffen, in Emissionsminderungsmaßnahmen zu investieren.

Zu guter Letzt hat die aktuell hohe Volatilität auch Spekulanten auf den Plan gerufen, die einerseits kurzfristige Preisschwankungen ausnutzen wollen, aber auch langfristig mit einem ansteigenden CO2-Preis aufgrund der Reformen rechnen. Bei Fragen können Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.

Prozesscontrolling für Stadtwerke wirkt Margendruck entgegen


April 2018
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Ergebnisse und Margen klassischer Wertschöpfungsstufen von Stadtwerken geraten immer mehr unter Druck. Bei der Bereitstellung ihrer Leistungen haben Stadtwerke jedoch erfahrungsmäßig viel ungenutztes Potenzial, Kosten einzusparen, um diesem Druck entgegenzuwirken. Der Schlüssel dazu ist Transparenz in den Abwicklungsprozessen. Denn von der Rohmarge aus der Energielieferung bis hin zum Vertriebsergebnis versickern Erträge innerhalb des Prozesslabyrinthes oft durch Kostentreiber wie beispielsweise
-   hohe manuelle Bearbeitungszeiten
-   geringe Datenqualitäten
-   zahlreiche Schnittstellen innerhalb einzelner Prozesse
SE Scherbeck Energy hat ein erfolgreiches Prozesscontrolling für die Wertschöpfungsstufen Netz, Shared Service und Vertrieb aufgebaut, das durch eigens ermittelte Benchmarks aus der Branche jederzeit validiert werden kann. Unser Controlling ermöglicht die Steuerung Ihres Stadtwerks hin zu einem kostenoptimierten Energieversorger.

Kostentreiber ermitteln für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Vorteile aus unserem Prozesscontrolling sind:
-   Ein unabhängiger Vergleich mit anderen Stadtwerken aus dem selben Größen- beziehungsweise Spartencluster
-   Regelmäßiges, ressourcenschonendes Prozesscontrolling aufgrund Standardisierung möglich
-   Ermittlung von transparenten Prozesskennzahlen
-   Identifizierung von Aufwandstreibern innerhalb Ihres Unternehmens
-   Ableitung und Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen
-   Benchmarkdaten zum Vergleich mit anderen Unternehmen
-   Nutzung der Einsparungseffekte für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung Ihres Unternehmens
-   Möglichkeit zur gezielten Identifikation, Umsetzung und Erfolgskontrolle

Im Vergleich zum IST-Zustand eines herkömmlich agierenden Stadtwerks können Optimierungspotenziale von ca. 20 bis 30% erzielt werden. Eine Übersicht über die einzelnen Prozesse und die Möglichkeiten der Optimierung finden Sie hier.

Zudem erschaffen wir gemeinsam mit Ihnen ein einheitliches Prozessverständnis, das eine gemeinsame Einordnung, Abgrenzung und Strukturierung der eigenen Bestandsprozesse hin zu vergleichbaren Prozessabläufen aus der Energiebranche ermöglicht. Schöpfen Sie dieses Potenzial voll aus und nutzen Sie die Einsparpotenziale zur Optimierung Ihres Unternehmenserfolgs. Sprechen Sie uns einfach an: SE@scherbeck-energy.com

Temperaturen und deren Wirkung auf den Markt


März 2018
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Derzeit beherrscht vor allem ein Thema die Marktgespräche für Erdgas: das Wetter. Genauer gesagt, die Temperaturen. Während der Januar 2018 ohne Extreme blieb und insgesamt mild ausfiel, kehrte besonders Anfang Februar die Sorge vor einer großen Kältewelle zurück. Schon letztes Jahr hatte ein strenger Kälteeinbruch im Januar für Spotpreise von annähernd 23 €/MWh im Marktgebiet von NetConnect Germany (NCG) gesorgt. Diesmal ist es ein seltenes Wetterphänomen, nämlich die Teilung eines Polarwirbels, welches arktische Kaltluft nach Europa bringt und die Temperaturen im Mittel um bis zu 10 °C unter die Normalwerte in dieser Jahreszeit drückt. Seit Monatsbeginn steigen daher die Preise insbesondere am Spotmarkt, aber auch für die naheliegenden Terminkontrakte. Ende Februar 2018 mussten zeitweise mehr als 31 €/MWh für den NCG Day Ahead bezahlt werden.

Anders als im Vorjahr, bereiteten die Füllstände der Europäischen Gasspeicher dem Markt keine Sorge und auch die Gasflüsse nach Kontinentaleuropa weisen auf eine gute Versorgungslage hin. Zusätzlich könnten die Temperaturen schon Anfang März wieder auf das Normalniveau steigen. Wir gehen daher nicht von dauerhaft hohen Preisen aus. Dennoch zeigt diese Entwicklung, dass die Absicherung von Temperaturrisiken ein bisher zu wenig beachtetes Thema ist. Während wir schon in einem vergangenen Artikel über dieses Thema berichtet hatten, mangelte es aber bisher an einfach nutzbaren Instrumenten. Daher erfreute sich ein Workshop der PEGAS auf der diesjährigen E-world energy & water 2018 großer Beliebtheit. Die EEX-Tochter plant, Temperaturabsicherungen und eine Absicherung von temperaturbedingten Mengenschwankungen bei Erdgas als Futures anzubieten. Die Präsentation des Workshops steht als Download auf der Seite von PEGAS in englischer Sprache hier zur Verfügung.

Wir werden die Entwicklung intensiv verfolgen, damit wir Sie zum möglichen Marktstart kompetent dazu beraten können. Bei Fragen können Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.

Für eine eindeutige Marktkommunikation: die neue MaLo-ID


Februar 2018
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Seit dem 1. Februar 2018 ist es soweit: Dann gibt es nach einer Reform der Bundesnetzagentur im Rahmen der Vorgaben für die elektronische Marktkommunikation zwei neue Begriffe im deutschen Energiemarkt:
-   Marktlokation und
-   Messlokation
Sie lösen das bisher dafür genutzte und oft widersprüchlich verwendete Sammelsurium an Bezeichnungen wie Einspeisestelle, Ausspeisestelle, Messstelle, Entnahmestelle oder Lieferstelle ab und ermöglichen eine präzise Beschreibung sowie dauerhafte Zuordnung.

Der Begriff Marktlokation schafft Klarheit
Die Marktlokation bezeichnet ein Objekt, an dem Energie entweder erzeugt oder verbraucht wird. Dazu ist es mit mindestens einer Leitung mit dem Netz verbunden. Die Marktlokation bildet die Basis für einen Liefervertrag zwischen Lieferant und Anschlussnutzer bzw. Anlagenbetreiber. An einer Marktlokation wird die Netznutzung abgerechnet, und sie ist einem Bilanzkreis zugeordnet. Die dafür neu geschaffene 11-stellige Marktlokations-Identifikationsnummer wird auch dann nicht geändert, wenn es zu einem Wechsel des Betreibers kommt. Die Malo-ID ersetzt die bisher genutzte Zählpunktbezeichnung. Insgesamt müssen in Deutschland rund 60 Millionen Marktlokationen sowie Tranchen auf die neue Identifikationsnummer umgestellt werden. Netzkoppelpunkte sowie die Summenzeitreihen aus den „Marktprozessen zur Bilanzkreisabrechnung“ (MaBiS) sind von der Anpassung nicht betroffen, da sie weder Marktlokationen noch Tranchen sind.

Messlokation statt Messstelle
Die Messlokation beschreibt hingegen den Ort, an dem Energie gemessen wird. Der Begriff ersetzt die bisherige Bezeichnung Messstelle. Die Messwerte der Messlokation bilden die Basis für die Ermittlung der verbrauchten bzw. erzeugten Energie in einer oder mehreren Marktlokationen. Anders als bei der Marktlokation mit ihrer neuen ID, behält die Messlokation als Identifikationsnummern die bislang genutzte Zählpunktbezeichnung (ZPB) bei. Die Umstellung auf das neue System erfolgt bereits seit Juni 2017. Seitdem können Netzbetreiber die erforderliche Anzahl an Marktlokations-Identifikationsnummer beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) oder beim Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) beantragen. Zum Stichtag 1. Februar 2018 werden Marktlokationen und Tranchen ausschließlich mit Hilfe der MaLo-ID identifiziert.

Bei Fragen können Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.

Trotz Erneuerbaren Energien:
Kohlenachfrage bleibt weltweit konstant, die Preise volatil


Januar 2018
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In einer aktuellen Studie prognostiziert die Internationale Energieagentur IEA eine bis zum Jahr 2022 konstante Nachfrage nach Kohle – trotz des weltweiten Erfolgszuges der erneuerbaren Energien. Während in den meisten Ländern der Welt die Kohlenachfrage sinken wird – darunter auch in China, dem derzeit größten Nachfrager – werden steigende Nachfragen vor allem in Indien und anderen Ländern Südostasiens dafür sorgen, dass das Nachfrageniveau global gesehen konstant bleibt. Für Deutschland, das derzeit zusammen mit Polen für mehr als die Hälfte des Kohleverbrauchs in ganz Europa verantwortlich ist, erwartet die IEA in den kommenden Jahren einen Fuel Switch von Kohle zu Gas. Dieser soll insbesondere durch steigende CO2- und sinkende Erdgaspreise zustande kommen.

Energiepreise bleiben volatil
Nach Einschätzung der IEA müssen sich Kohleländer trotz Konstanz in der Nachfrage auf volatile Preise einstellen. Grund dafür sei vor allem die Unsicherheit bei der Umstrukturierung des chinesischen Kohlesektors mit weitreichenden Rückwirkungen für die weltweiten Kohlepreise.
Als einer der bedeutendsten Energieträger für die deutsche Energieversorgung haben Preisbewegungen auf dem Steinkohlemarkt stets auch deutliche Aus- und Wechselwirkungen mit den Preisen für Strom und Gas. Volatile Kohlepreise dürften in den nächsten Jahren entsprechend auch hier Schwankungen auslösen, insbesondere bei den Strompreisen.

Chancen nutzen und Risiken managen – mit der Scherbeck Energy Group als Partner
Für Sie als Energieversorger bringen Preisbewegungen an den Energiemärkten immer Chancen und Risiken mit sich. Um die Risiken in der Energiebeschaffung bestmöglich zu steuern und die Chancen optimal nutzen zu können, unterstützen die Unternehmen der Scherbeck Energy Group Sie auf Basis langjähriger Erfahrung und hoher Expertenkompetenz. Im Bereich der Optimierung Ihrer Energiebeschaffung bieten wir Ihnen ein weitreichendes Spektrum an Beratungs- und Dienstleistungsangeboten – immer maßgeschneidert an Ihre individuellen Anforderungen:
-   Workshops und Beratungsprojekte zur Weiterentwicklung Ihrer Beschaffungsstrategien und -prozesse
-   Ausarbeitung von Beschaffungs- und Risikohandbüchern
-   Durchführung von Ausschreibungen
-   Maßgeschneiderte Dienstleistungspakete im Portfoliomanagement durch die FSE Portfolio Management GmbH, von der Bereitstellung von Marktinformationen bis zur vollumfänglichen Auslagerung Ihrer Energiebeschaffung an unsere Portfoliomanager

Bei Fragen können Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.