Aktuelles


Lesen Sie über die aktuellsten Themen in der Energiewirtschaft und bleiben Sie auf dem neusten Stand mit Hilfe unserer Experten.

Aktuelle themen


Trotz Erneuerbaren Energien:
Kohlenachfrage bleibt weltweit konstant, die Preise volatil


Januar 2018
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In einer aktuellen Studie prognostiziert die Internationale Energieagentur IEA eine bis zum Jahr 2022 konstante Nachfrage nach Kohle – trotz des weltweiten Erfolgszuges der erneuerbaren Energien. Während in den meisten Ländern der Welt die Kohlenachfrage sinken wird – darunter auch in China, dem derzeit größten Nachfrager – werden steigende Nachfragen vor allem in Indien und anderen Ländern Südostasiens dafür sorgen, dass das Nachfrageniveau global gesehen konstant bleibt. Für Deutschland, das derzeit zusammen mit Polen für mehr als die Hälfte des Kohleverbrauchs in ganz Europa verantwortlich ist, erwartet die IEA in den kommenden Jahren einen Fuel Switch von Kohle zu Gas. Dieser soll insbesondere durch steigende CO2- und sinkende Erdgaspreise zustande kommen.

Energiepreise bleiben volatil
Nach Einschätzung der IEA müssen sich Kohleländer trotz Konstanz in der Nachfrage auf volatile Preise einstellen. Grund dafür sei vor allem die Unsicherheit bei der Umstrukturierung des chinesischen Kohlesektors mit weitreichenden Rückwirkungen für die weltweiten Kohlepreise.
Als einer der bedeutendsten Energieträger für die deutsche Energieversorgung haben Preisbewegungen auf dem Steinkohlemarkt stets auch deutliche Aus- und Wechselwirkungen mit den Preisen für Strom und Gas. Volatile Kohlepreise dürften in den nächsten Jahren entsprechend auch hier Schwankungen auslösen, insbesondere bei den Strompreisen.

Chancen nutzen und Risiken managen – mit der Scherbeck Energy Group als Partner
Für Sie als Energieversorger bringen Preisbewegungen an den Energiemärkten immer Chancen und Risiken mit sich. Um die Risiken in der Energiebeschaffung bestmöglich zu steuern und die Chancen optimal nutzen zu können, unterstützen die Unternehmen der Scherbeck Energy Group Sie auf Basis langjähriger Erfahrung und hoher Expertenkompetenz. Im Bereich der Optimierung Ihrer Energiebeschaffung bieten wir Ihnen ein weitreichendes Spektrum an Beratungs- und Dienstleistungsangeboten – immer maßgeschneidert an Ihre individuellen Anforderungen:
-   Workshops und Beratungsprojekte zur Weiterentwicklung Ihrer Beschaffungsstrategien und -prozesse
-   Ausarbeitung von Beschaffungs- und Risikohandbüchern
-   Durchführung von Ausschreibungen
-   Maßgeschneiderte Dienstleistungspakete im Portfoliomanagement durch die FSE Portfolio Management GmbH, von der Bereitstellung von Marktinformationen bis zur vollumfänglichen Auslagerung Ihrer Energiebeschaffung an unsere Portfoliomanager

Bei Fragen können Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.

Aktive Kundenrückgewinnung im Privatkundensegment


Dezember 2017
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In Zeiten zunehmender Abgabenbelastungen getrieben durch gesellschaftspolitische Maßnahmen, sehen sich Energieversorger immer öfter gezwungen, ihre Produktpreise in regelmäßigen Abständen nach oben anzupassen. Begleitet durch öffentlichkeitswirksame Medienbeiträge, werden zunehmend treue sowie profitable und unter Umständen aus der Grundversorgung stammende Kunden zu einem Anbieterwechsel animiert. Dabei können insbesondere Stadtwerke ihre Nähe zum Kunden sowie ihre bereits vorhandenen Produktportfolien dazu nutzen, kampagnengetriebene Wechsler mit attraktiven Angeboten bzw. Dienstleistungen wieder zurückzuholen. Eine am Markt übliche Preismitteilung der Versorger ist künftig nicht mehr ausreichend. Es müssen gezielte Arbeitsabläufe, Maßnahmen und Regeln für eine wertorientierte sowie effektive Kundenrückgewinnung in den betreffenden Unternehmen etabliert werden.

Einen profitablen Kunden nicht aufgeben!
Eine gezielte und aktive Kundenrückgewinnung erfordert zunächst eine Einteilung der Kunden, die ihren Versorgungsvertrag gekündigt haben, in zwei Zielgruppen:
1. Bereits verlorene Kunden und
2. Kunden, die sich gerade im Wechselprozess befinden

Hierbei kann die vertraglich garantierte Widerrufsfrist eine entscheidende Rolle spielen. Ist der neue Liefervertrag vom Kunden unterschrieben, so ist dieser noch nicht verloren, sondern kann innerhalb von 14 Tagen unter der Voraussetzung einer schnellen und aktiven Ansprache zurückgewonnen werden. Diese Kunden stellen ein laufendes Kundenrückgewinnungspotential dar und erfordern eine permanente Bearbeitung durch den Versorger.

Kunden außerhalb der Widerrufsfrist sind auf den ersten Blick verloren. Sie können jedoch, sofern die Laufzeit des neuen Konkurrenzvertrages im Rahmen des eigenen Vertriebscontrollings (z.B. durch Wiedervorlage des erwarteten Auslauftermins) erfasst ist, hinsichtlich eines neuen Angebots zeitnah kontaktiert werden. Voraussetzung für eine aktive Ansprache durch den etablierten Versorger ist die Zustimmung des Kunden. Diese kann entweder über die allgemeinen Geschäftsbedingungen in den Versorgungsverträgen oder nach der Kündigung separat vom Wechselkunden eingeholt werden (Opt-in Bedingung).

Komplette Beratung aus einer Hand
SE Scherbeck Energy, von der die FSE Portfolio Management GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft ist, berät Stadtwerke und Energieversorgungs-unternehmen erfolgreich bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder und begleitet sie von der Konzeption bis hin zur Umsetzung in die Praxis. Gern werden wir auch für Sie tätig. Nutzen Sie unsere umfassende Expertise für mietbare Photovoltaikanlagen und Stromspeicher oder setzen Sie uns für die Erschließung weiterer innovativer Geschäftsfelder ein. Sprechen Sie uns an.

Wiederholt sich die Lage in Frankreich?


November 2017
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Im vergangenen Winter litt unser Nachbarland Frankreich darunter, dass 15% der französischen Atomkraftwerkskapazitäten nicht zur Verfügung standen. Gleichzeitig stieg der Stromverbrauch durch niedrige Temperaturen und dem damit verbundenen vermehrten Einsatz von Elektroradiatoren zum Heizen. Diese Bedingungen könnten sich nun wiederholen, denn aktuell sind in Frankreich nur 64% der installierten Kraftwerksleistung verfügbar. Einige Kraftwerksblöcke befinden sich vor dem Winter derzeit in geplanten Revisionen, bei anderen werden zusätzliche Sicherheitskontrollen durchgeführt.

Doch der geplante Neustart einzelner Kraftwerke wird immer wieder nach hinten verschoben. Ein Beispiel ist das Atomkraftwerk Tricastin: Im September hatte die Atomaufsichtsbehörde ASN die Abschaltung des Kraftwerks aufgrund von Schwachstellen an einem angrenzenden Deich angeordnet. Das erneute Hochfahren des Atommeilers war zu Beginn des Novembers geplant, ist aber vorerst auf Ende des Monats verschoben worden. Und es gehen jede Woche neue Meldungen über Verlängerungen von Ausfällen ein, was die Befürchtungen über weitere Unregelmäßigkeiten schürt.

Die derzeitige Situation ist ebenfalls anhand der Preissituation zu beobachten. Wurde die teuerste Einzelstunde am Spotmarkt im Januar 2017 noch mit 206,12 €/MWh abgerechnet, so konnte am 8. November 2017 in Stunde 19 bereits ein Preis von 195,11 €/MWh beobachtet werden. Am kurzen Ende steigen die Preise für die Frontwoche sowie den Frontmonat weiter an. Auf die Nachricht, dass der Neustart von vier Reaktoren mit einer Leistung von insgesamt 4,7 GW verschoben wird, reagierte der Dezemberkontrakt mit einem Preisanstieg von 5%.

Trotz allem hält der französische Übertragungsnetzbetreiber RTE die Stromversorgung im kommenden Winter für gesichert. Allerdings könnten bei besonders tiefen Temperaturen oder weiteren Unregelmäßigen an Reaktoren außergewöhnliche Maßnahmen zum Tragen kommen, wie zum Beispiel die Reduzierung des Stromverbrauchs von industriellen Verbrauchern. Insgesamt rechnet man jedoch mit einer höheren Atomkraftwerksverfügbarkeit als im letzten Jahr. Zudem steht ein Verbindungskabel zwischen der britischen Insel und Frankreich mit einer Übertragungskapazität von 2 GW wieder voll zur Verfügung.

Bei Fragen können Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.

E-Mobilitätswende bietet für Stadtwerke viel Potential


Oktober 2017
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Spätestens seit der Diesel-Affäre ist das Thema Elektromobilität wieder in aller Munde. Zwar beschränkt sich die Berichterstattung in erster Linie auf die Autohersteller, doch es dürfte nicht mehr allzu lange dauern, bis auch die Energieversorger (sich selbst) in den Fokus rücken.

Bislang gehen die Pläne der Bundesregierung hinsichtlich Elektromobilität nicht auf: 2011 wurde im Regierungsprogramm das Ziel von 1 Million Elektrofahrzeugen bis 2020 ausgegeben. Mit der E-Auto-Umweltprämie 2016 wurde weiterhin das Ziel ausgegeben, 300.000 bis 400.000 Fahrzeuge zu verkaufen. Bis Ende Juni 2017 sind bislang allerdings nur 23.000 Anträge eingegangen. Tatsächlich machten alternative Antriebe wie Elektro und Hybrid im vergangenen Jahr lediglich circa zwei Prozent der Neuzulassungen in Deutschland aus.

Fakt ist jedoch, dass die E-Mobilitätswende kommen wird. Und darauf müssen sich die Stromversorger in Deutschland auch im Vertriebsbereich einstellen. SE Scherbeck Energy hat 35 Energieversorger in ganz Deutschland auf ihr Angebot in diesem Bereich hin untersucht und festgestellt, dass dreiviertel von ihnen bereits Tarife beispielsweise in Form einer Tankkarte für unterwegs anbieten. Gerade einmal fünf Prozent der untersuchten Energieversorger scheinen bislang jedoch das Laden in den heimischen vier Wänden als attraktives Produkt zu empfinden. Hier besteht ein großes Potential, insbesondere in Gebieten mit einer großen Anzahl Eigenheimen.

Bei Fragen zur E-Mobility oder Ladestromprodukten können Sie uns selbstverständlich gern kontaktieren.

Umstellung von L- auf H-Gas am Mittelrhein ab dem Jahr 2021


September 2017
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Im Zuge der geplanten Umstellung der L-Gas-Versorgungsgebiete auf H-Gas-Qualität legten die Energienetze Mittelrhein nun zusammen mit dem Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) einen Fahrplan zur Umstellung vor.

Der Fahrplan, den die sieben Gasnetzbetreiber zusammen mit OGE beschlossen haben, sieht vor, dass die Umstellung der Kundengeräte von L-Gas auf H-Gas voraussichtlich in 2021 beginnen und innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden soll. Mit 5,5 Mio. betroffenen Kunden und 500.000 Geräten ist die Region eine der größten Netzregionen, die in Deutschland auf die H-Gas Qualität umgestellt werden wird.

Hintergrund für die Umstellung ist die kontinuierlich sinkende Verfügbarkeit von L-Gas, das aus deutschen und niederländischen Förderquellen stammt und mit dem laut Bundesnetzagentur rund ein Viertel der deutschen Haushalts-Gaskunden versorgt werden. Auf Kundenseite muss im Rahmen der Umstellung die Technik der Gas verbrauchenden Geräte, wie Heizungsanlagen, Herde, Warmwasserbereiter aber auch die Technik industrieller Geräte und Gaskraftwerke auf die H-Gas-Qualität mit höherem Brennwert eingestellt werden. Bei Endverbrauchergeräten geschieht dies in den meisten Fällen durch einen Austausch der Brennerdüse und die Neueinstellung des Geräts.

Für Stadtwerke und Versorger hat die Umstellung der Gasqualität in ihren L-Gasnetzen bedeutende Relevanz für die Beschaffung. Derzeitige L-Gas-Absatzvolumen werden nach der Umstellung durch H-Gas ersetzt, worauf zukünftig auch die Beschaffung ausgerichtet sein muss. Versorgungsunternehmen, nicht nur im mittelrheinischen Gebiet, sondern auch in allen anderen Gasnetzgebieten, sollten sich zeitnah bei ihren Netzbetreibern über deren Umstellungszeitplan informieren, damit sie ihre Absatz- und Beschaffungsplanung der jeweiligen Gasmengen korrekt planen können.

Gern beraten und unterstützen wir Sie bei allen Fragen rund um die Umstellung von L-Gas auf H-Gas. Sprechen Sie uns einfach an.

Attraktives neues Geschäftsfeld für Stadtwerke: Beispiel PV-Anlage und Stromspeicher zur Miete an Hauseigentümer


August 2017
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Immer mehr Stadtwerke antworten mit neuen Geschäftsfeldentwicklungen auf den zunehmenden Margenverfall für Strom und Erdgas und das Eindringen branchenfremder Wettbewerber. Statt nur die Versorgung von Strom, Erdgas, Wasser und Wärme sicherzustellen, sind zukünftig innovative Dienstleistungen gefragt, mit denen Stadtwerke neue Umsatzpotentiale erschließen können. Ein großer Vorteil von Stadtwerken ist dabei deren umfangreicher Kundenstamm und das große Vertrauen, welches diese in der öffentlichen Wahrnehmung genießen.

Vom Versorger zum Umsorger
Ein Beispiel aus der Praxis ist die Vermietung von Solarstromanlagen in Kombination mit Stromspeichern an Hauseigentümer, die ihren eigenen Strom ohne Anfangsinvestitionskosten erzeugen möchten. Unter der Vorgabe, dass der Kunde Eigentümer des Gebäudes ist, wird eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher installiert. Dessen Eigentümer ist das Stadtwerk, der Kunde jedoch der Betreiber. Er erzeugt seinen eigenen Solarstrom, den er bei Bedarf verbraucht, speichert oder einspeist. Als Gegenleistung erhält das Stadtwerk eine feste monatliche Miete über eine definierte Vertragslaufzeit.

Dabei fungiert das Stadtwerk als „Rundum-Sorglos-Versorger“ und ist für die Planung, Installation, Inbetriebnahme, Wartung, Reparaturen und Versicherung verantwortlich. Somit entsteht eine Win-win-Situation: Der Kunde braucht sich um nichts zu kümmern, erhält regenerativen Strom aus der eigenen Produktion und erspart sich damit einen Teil des teuren Netzstroms, während das Stadtwerk neue attraktive Einnahmequellen erschließt und seine Kunden über einen langen Zeitraum an sich bindet.

Komplette Beratung aus einer Hand
SE Scherbeck Energy, von der die FSE Portfolio Management GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft ist, berät Stadtwerke und Energieversorgungs-unternehmen erfolgreich bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder und begleitet sie von der Konzeption bis hin zur Umsetzung in die Praxis. Gern werden wir auch für Sie tätig. Nutzen Sie unsere umfassende Expertise für mietbare Photovoltaikanlagen und Stromspeicher oder setzen Sie uns für die Erschließung weiterer innovativer Geschäftsfelder ein. Sprechen Sie uns einfach an.

Die Nachfrage nach rein deutschen Stromprodukten wächst


Juli 2017
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Seit dem 25. April 2017 gibt es an der EEX-Strombörse rein deutsche Phelix-DE-Stromprodukte. Hintergrund ist das Bestreben, die seit 2001 bestehende gemeinsame Stromhandelszone von Österreich und Deutschland zu trennen. Nötig wird dies durch den raschen Zubau Erneuerbarer Energien in Norddeutschland und die damit verbundenen Überkapazitäten aufgrund fehlender Netzleitungskapazitäten nach Süddeutschland.

Die Nachfrage nach den angebotenen deutschen Stromprodukten beginnt inzwischen, sukzessive anzusteigen. Demnach sollte in den nächsten Monaten wahrscheinlich auch ein Wechsel von spekulativ ausgerichteten Händlern auf die neuen Produkte stattfinden. Ein Diagramm, welches den Anteil der gehandelten rein deutschen Cal-18-Base-Futures im Vergleich zu den gesamten deutschen und deutsch-österreichischen Cal-18-Base-Marktvolumina an der EEX seit dem 25. April 2017 darstellt, finden Sie hier.

Nähere Informationen zu der Trennung der österreichisch-deutschen Stromhandelszone finden Sie auch in unserem Beitrag vom Mai 2017.

Absicherung wetterinduzierter Absatzschwankungen: Ein gutes Geschäft?


Juni 2017
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Nicht erst seit der Diskussion um die globale Klimaerwärmung stellen sich viele Markteilnehmer aus der Energiewirtschaft die Frage, wie sich Wetterveränderungen auf ihr Geschäftsfeld auswirken. Beinahe schon ein Klassiker ist dabei das Absatzrisiko der Stadtwerke und Energieversorger bei abweichenden Temperaturen. Ein konkretes Beispiel sind Absatzeinbußen im Gasgeschäft, wenn die Wintersaison ungewöhnlich mild ausfällt.

Zwar kann mit einer klugen Beschaffungsstrategie das Risiko eines schwankenden Bedarfs gut aufgefangen und teilweise sogar in einen Vorteil gewandelt werden. Doch wenn die Verbraucher im Winter aufgrund zu milder Temperaturen nicht oder nur weniger heizen, dann sinkt unweigerlich der Absatz. Zwangsläufig geht wertvolle Marge verloren, die sonst erzielt worden wäre.

Viele Unternehmen interessieren sich deshalb für Angebote, um dieses Margenrisiko abzusichern. Diese müssen aber genau untersucht werden. Aus diesem Grund haben wir beispielhaft ein aktuelles Angebot aus dem Markt nachgerechnet, welches gegen eine fixe Jahresgebühr die vom Durchschnittsjahr abweichende, überschüssige Gasmenge zu einem festgelegten Preis aufkaufen würde.

Dabei ließ sich feststellen, dass es in der Winterperiode zu einer relativ starken Erwärmung kommen muss, ehe die Fixkosten des Instruments gedeckt werden können. Aber nicht nur das: Auch im umgekehrten Fall – also einem kälteren Winter – verpflichtet das Instrument, die Differenzmengen ebenso zum Fixpreis von diesem Anbieter zu beziehen. Das heißt, in diesem Fall verhindert das Produkt sogar, dass die Vorteile des Mehrabsatzes ausgenutzt werden können. Besonders diese Symmetrie ist es, die das Produkt insgesamt wenig lukrativ erscheinen ließ. Wir würden letztlich von einem solchen Produkt abraten.

Eine interessante Alternative können Wetterderivate beispielsweise in Form einer Option darstellen. Bei zu milden Temperaturen erhält man eine Ausgleichszahlung. Im Kältefall muss man zwar noch immer die Prämie bezahlen, doch dafür profitiert man auch von dem wetterbedingt möglichen Mehrabsatz.

Gern beraten und unterstützen wir Sie bei der Auswahl von auf Ihre Anforderungen angepasste Strategien und Produkte, die das Margenrisiko bei Temperaturschwankungen reduzieren. Sprechen Sie uns einfach an.


Deutsch-österreichische Strompreistrennung mit Auswirkungen auf an EEX indexierte Lieferverträge?


Mai 2017
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Mit der Einführung einer getrennten Preiszone für den österreichischen Strommarkt können sich auch Auswirkungen auf Lieferverträge ergeben, die einen Preisindex an die EEX-Phelix-Futures-Preise beinhalten. Lesen Sie dazu Hintergründe, Auswirkungen und unsere Empfehlungen.

Hintergrund
Die European Energy Exchange EEX bietet seit dem 25. April 2017 neue Phelix-DE-Futures an. Grund ist die im Herbst vergangenen Jahres von Deutschland angekündigte Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone in zwei eigenständige Gebiete. Die Bundesnetzagentur hatte im Oktober 2016 die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber angewiesen, entsprechende Maßnahmen für die Trennung der Preiszone vorzubereiten, um die sogenannte Engpassbewirtschaftung zwischen den beiden Ländern zu gewährleisten: Damit wird der Stromhandel über die Grenze auf das Maß begrenzt, das über die Stromnetze transportiert werden kann.
Für Österreich könnte dies tendenziell eine Erhöhung der Strompreise bedeuten. Die Trennung der Preiszone soll bis Juli 2018 erfolgen, allerdings ist eine endgültige Entscheidung darüber noch nicht gefallen. Österreich versucht derzeit, mit rechtlichen Mitteln dagegen vorzugehen.

Doch was bedeutet das im Augenblick konkret für Beschaffer, Verkäufer und Händler?
Sowohl in Liefer- als auch in Beschaffungsverträgen gibt es Indexe, die auf den bisher gehandelten deutsch-österreichischen Phelix-Schlusskursen beruhen und nicht auf rein deutschen Preisen. Wie sich diese entwickeln, sowohl die bisher gehandelten Futures als auch die neuen deutschen, lässt sich im Augenblick nur schwer sagen. In KW 16 waren zum Beispiel größere Spreads zwischen den an der Börse gehandelten deutsch-österreichischen Futures und den deutschen OTC-Kursen zu verzeichnen. So lag der Börsenkurs ca. 20 Cent/MWh über den OTC-Preisen. Der Grund könnte in der Erwartung von Preissteigerungen für die österreichische Strompreiszone liegen, die bereits eingepreist werden.

Unsere Empfehlung
Für Kunden mit strukturierter Beschaffung, d.h. bilateralem Einkauf von Standardhandelsprodukten, ändert sich nichts, da der OTC-Handel auf rein deutschen Produkten basiert. Bewirtschaftet man sein Portfolio jedoch in einem Tranchenmodell, in einem sonstigen an die EEX indexierten Modell oder hat solche Preise mit Kunden vereinbart, sollten die Auswirkungen überprüft und die Formulierungen in den Verträgen entsprechend angepasst werden.
Auch bei der Bepreisung von Lastgängen wird gern auf den Börsenkurs der EEX (Phelix Settlementpreise) geschaut. Hier sollte man sich auf den neuen rein deutschen Preis der Börse oder direkt auf den OTC-Preis beziehen. Sollten Sie Price-Forward-Curves eines Dienstleisters beziehen, müssen Sie in Erfahrung bringen, wie dort mit der Thematik umgegangen wird.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach an.

Im Trend: Aufräumen im Produktportfolio von Stadtwerken.


April 2017
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Im Sommer vergangenen Jahres machte die EnBW AG Schlagzeilen, als verkündet wurde, dass sich der drittgrößte deutsche Energiekonzern aus dem Großkundengeschäft zurückzieht. Und in der Tat weisen auch im Stadtwerke-Umfeld viele Versorger auf den extremen Preiskampf bei Sondervertragskunden hin. Der Wettbewerb läuft hier nahezu ausschließlich über den Preis.

Im Gegensatz dazu scheinen jedoch viele Stadtwerke im Tarifkundensegment wieder neue Wege zu gehen. Zwar können und wollen sich viele nicht auf den Preiskampf auf Online-Portalen wie Verivox, check24 etc. einlassen. Doch es ist durchaus eine Besinnung auf altbewährte Tugenden zu beobachten. Während in der Vergangenheit eine Tendenz hin zu einer immer größer werdenden Anzahl an unterschiedlichen SLP-Tarifen zu beobachten war, ist nunmehr bei vielen ein Aufräumen und eine Verschlankung des Produktportfolios zu beobachten. Der Fokus liegt dabei auf den möglichen Zusatzleistungen, die der Kunde erhält – oder auf die zugunsten eines günstigeren Preises bewusst verzichtet wird. Neben den schlanken Standardprodukten mit optional umfangreichem Service, auf die auch im Marketing ein besonderer Fokus gelegt wird, bieten auch mehr und mehr Stadtwerke innovative zukunftsweisende Produkte an. Sie wollen so in Zeiten von Smart Meter und Elektromobilität gewappnet sein.

Bei Fragen zu Anpassungen am Produktportfolio und deren Ausgestaltung inklusive Analysen und Berechnungen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach an.

Die digitale Diät für mehr Effizienz und Transparenz im Netzbetrieb


März 2017
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Die Energiewende schreitet in Deutschland unaufhaltsam voran. Die dadurch entstehenden Herausforderungen sind immens. Aber damit nicht genug: Auch die Gestaltung von Geschäftsprozessen durch die Digitalisierung nimmt immer mehr zu und eröffnet zusätzlich ein weiteres Feld, das Unternehmen aus der Energiebranche vor gewichtige Herausforderungen stellt. Besonders im zunehmenden Ergebnis- und Kostendruck durch Anteilseigner und die Regulierungsbehörde bietet die Digitalisierung neue Potentiale, effizientere Leistungserbringung bei gleichzeitiger Beibehaltung strikter qualitativer Vorgaben zu ermöglichen.

Die Digitalisierung schafft automatisierte Schnittstellen zu vielen Unternehmensbereichen wie Finanzbuchhaltung, Einkauf/Verkauf, Lagerhaltung, Personalmanagement und Controlling. Dies setzt eine ganzheitliche Unternehmenssicht auf die umfassende Digitalisierung von Unternehmensprozessen voraus.

Die Scherbeck Energy Group bietet dazu umfassendes Know-how und begleitet Stadtwerke und Netzbetreiber auf den Weg in die Digitalisierung. Durch eine digitalisierte Prozesslandschaft können Energieversorger ihre Planungs- und Ausführungsprozesse im Netzbereich auf Diät setzen und wesentlich verschlanken. Der damit erzielte deutlich erhöhte Automatisierungsgrad ermöglicht eine zeitnahe Projekt- und Budgetplanung, die als Kontrollbasis für unterjährige Aktivitäten dient. Ermöglicht werden dadurch wesentliche kapazitative und monetäre Ressourceneinsparungen zum Beispiel durch eine zielgerichtete Arbeitsvorbereitung oder Lagerhaltung.

Wie wir Sie bei der Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse unterstützen, erläutern wir Ihnen gern anhand von Fallbeispielen.
Sprechen Sie uns einfach an.

E-world 2017: Durchstarten im Energy Trading Cockpit


März 2017
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Auch in diesem Jahr empfing die Scherbeck Energy Group wieder zahlreiche Entscheider und Fachbesucher während der E-world energy & water in Essen auf ihrem Messestand in Halle 1. In vielfältigen Gesprächen und Diskussionen wurden unterschiedlichste energiewirtschaftliche Herausforderungen erörtert und neue Trends besprochen. Besonders im Fokus standen dabei innovative Lösungen für die Digitalisierung der Branche in unterschiedlichen Bereichen.

Als besonderes Highlight stellte die FSE Portfolio Management GmbH ihr innovatives Energy Trading Cockpit (ETC) vor. Mit dieser zukunftsweisenden webbasierten Informations- und Anwendungsplattform erhalten Stadtwerke und energieintensive Unternehmen ein Werkzeug an die Hand, welches vielfältige Möglichkeiten für den wirtschaftlichen und effizienten Handel mit Strom und Erdgas bietet. Zur Verfügung stehen u.a. verschiedene PFCs in Realtime zur marktnahen Bepreisung von Angeboten, unabhängige Marktanalysen, Portfoliomanagement, Reporting-Tools oder die automatisierte Angebotserstellung. Viele Messebesucher zeigten großes Interesse an dem ETC, da es oft unwirtschaftlich ist, solche Funktionalitäten selbst zu erstellen und zu betreiben.

Darüber hinaus stellten Mitarbeiter des Beratungsunternehmens Scherbeck Energy GmbH beispielsweise Möglichkeiten vor, welche Vorteile die Digitalisierung für Energieversorgungsunternehmen bieten kann, um Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten.

In Summe war die E-world 2017 für die Scherbeck Energy Group eine rundherum gelungene und erfolgreiche Messeveranstaltung.